Die Förderung in Zahlen
Riester besteht aus zwei Bausteinen. Beide gelten unverändert für 2026.
- Grundzulage: 175 Euro pro Jahr. Voraussetzung ist ein Eigenbeitrag von 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, abzüglich der Zulagen.
- Kinderzulage: 300 Euro je Kind, das ab 2008 geboren ist. Für früher geborene Kinder sind es 185 Euro.
- Sonderausgabenabzug: bis 2.100 Euro pro Jahr nach § 10a EStG. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Zulagen oder Steuerersparnis günstiger sind, und gewährt das Bessere.
Wer dir erzählt, der Staat schenke dir 4.000 Euro im Jahr, rechnet falsch oder verkauft dir etwas.
Was für Beamte besonders gilt
Beamte sind nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Zulagenberechtigt sind sie trotzdem — über die Gleichstellung als Empfänger von Amtsbezügen. Dafür ist eine Einwilligung zur Datenübermittlung an die Zulagenstelle nötig. Wird sie versäumt, bleiben die Zulagen aus. Das ist der häufigste vermeidbare Fehler.
Ob Riester für dich passt, hängt an deiner Lage
Riester lohnt sich tendenziell bei vielen Kindern und bei hoher Steuerlast. Gegen Riester sprechen können eingeschränkte Verfügbarkeit vor Rentenbeginn, die Besteuerung in der Auszahlungsphase und die Kostenstruktur des konkreten Vertrags.
Es gibt keine pauschal richtige Antwort und kein Produkt, das für alle Beamten passt. Wer das behauptet, kennt deine Zahlen nicht.
Der nächste Schritt
Wenn du bereits einen Riester-Vertrag hast: Fordere die jährliche Standmitteilung an und prüfe drei Punkte — kommen die Zulagen an, wie hoch sind die laufenden Kosten, wie entwickelt sich der Wert. Diese Prüfung kostet nichts und du kannst sie selbst machen.
Wenn du das gemeinsam durchgehen willst, melde dich.
